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15.11.2017, 13:57 Uhr
Erst Infrastruktur, dann neue Wohngebiete bauen
Große Ratsmehrheit bekräftigt alte CDU-Forderung für Zündorf
„Wir müssen Zündorf erst aus dem Stau befreien, bevor wir überhaupt über eine neue Wohnbebauung nachdenken. Denn die Kapazitäten von Schiene/Bus und Straße sind bereits heute vollkommen erschöpft“, so Anne Henk-Hollstein (CDU). „An der Devise, "erst Infrastruktur schaffen und dann Wohnungsbau realisieren", führt für mich und auch die gesamte CDU-Fraktion überhaupt kein Weg vorbei.“
Seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten beschäftigt das Thema der Wohnbebauung Zündorf Süd Bürger, Politik und Verwaltung. Anlass für die neuerliche Debatte war ein SPD-Antrag im Rat der Stadt Köln. „Aktuell stehen zwei wesentliche Weichenstellungen an“, sagt CDU-Verkehrspolitiker Stefan Götz: „Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Verbreiterung der A 59 unterstützen wir die Verwaltung in ihren Bemühungen, eine Anbindung der Ortsumgehung Zündorf mit in dieses Verfahren aufnehmen zu lassen. Und an zweiter Stelle steht die Beantragung von Zuschüssen für die Verlängerung der Linie 7.“ Erfreulicherweise hat die neue schwarz-gelbe Landesregierung die Kriterien insoweit geändert, dass eine Entscheidung nicht erst nach Vorliegen eines Bebauungsplans getroffen werden kann, sondern bereits bei der Ausweisung von Wohnbaufläche. Für Anne Henk-Hollstein Stefan Götz ist daher wichtig, dass die KVB nun die Planung vorantreiben und so weit konkretisieren muss, dass das Land eine positive Förderentscheidung treffen kann. Für die zügige Realisierung der Verkehrsinfrastruktur sind darüber hinaus bereits jetzt alle Finanzierungsoptionen zu prüfen, also neben den Fördermitteln des Landes auch private Finanzierungen oder Vorfinanzierungen (privat oder Stadt). „Daher ist es gut, dass diese Beschlussfassung im Rat auf Initiative der CDU und mit Ergänzungen der anderen Fraktionen am Ende einstimmig erfolgte“, so Stefan Götz: „Dies ist gut, weil es unsere Position gegenüber dem Land stärkt und wir mit Geschlossenheit auch in Zukunft sicherlich mehr für Köln erreichen können.“ „Bei den weiteren Planungen des Wohngebietes Zündorf Süd sind insbesondere die für die Gesamtstadt wichtige Funktion eines Kaltluftentstehungsgebietes und die Frischluftschneisen zu berücksichtigen“, ergänzt Anne Henk-Hollstein: „Und erst wenn alle diese Bedingungen erfüllt sind – also Verkehrsinfrastruktur realisiert und Klimaschutzzielsetzungen berücksichtigt – kann die Bebauung in Zündorf Süd auch tatsächlich realisiert werden.“

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